Freitag, 27. Dezember 2013

Weihnachtlicher Bagno Spaziergang

Der zweite Weihnachtstag gestaltete sich etwas entspannter, als die vorangegangenen Festtage, daher war Zeit für einen kleinen Spaziergang. Weil es hier außer Einfamilienhäusern nicht viel zu sehen gibt, peilten Christian und ich das Steinfurter Bagno an. Die 1765 gegründete herrschaftliche Parkanlage ist auch heute noch ein beliebtes Ziel für spazierwütige Steinfurter und bietet neben dem Bagno See mit Inseln, künstlicher Ruine, Bootsteeg und Brücken außerdem noch einen Trimm-Dich-Pfad, den ältesten freistehenden Konzertsaal Europas, einen Golfplatz und viele Schilder auf denen steht, was es alles mal im Bagno Park gab, als das Ganze noch ein Französischer Garten und nicht ein aufgeschwemmtes, matschiges Waldstück war.

Der Hinweg führte vorbei an grünen Wiesen und das Licht reichte noch für ein paar ordentliche Aufnahmen. Die schöne Ruine auf dem See lag dann schon ziemlich von diesigem Himmel erschlagen, sodass ich einfach mal ein wenig rumprobiert und eben was halbwegs abstraktes aus den Aufnahmen gemacht habe. Geht so, ne?
Die beiden großen Fenster (is it a window or is it a door? maybe, it's a windoor!) gehören zum berühmten Bagno Saal, der von innen ganz fürchterlich schön ist, von außen aber ehr so eh. Das entsättigte Haus ist (soweit ich mir das ausgedacht habe) ein altes, verlassenes Forsthaus, das Norman Bates auf der Stelle kaufen und renovieren sollte.
(Update: Ok, ich lag mit meiner Theorie nicht so weit daneben. Mein Dad bemerkte, als ich ihm die Bilder zeigte, dass das Haus einst tatsächlich einen Förster beherbergte, der eine Tochter hatte, die dann im Wald ermordet wurde. Ja. Creepy house is indeed creepy.)
Für den Rückweg hatte ich der Abwechslung halber eine andere Route gewählt, dummerweise gab es da keine freie Sicht auf den herrlichen Sonnenuntergang. So musste ich ihn denn durch die Bäume fotografieren, was ja nicht schlimm ist. Sah ein wenig aus, wie ein Waldbrand.











Dienstag, 26. November 2013

Wäsche Prokrastinationsfotografie

Wäsche waschen ist langweilig und hat außer der völlig banalen Reinigung von Kleidung, die man überhaupt nicht dreckig machen wollte, die aber trotzdem aus perfide schicksalhaften Gründen dreckig wird, keinen wirklichen Sinn. Zudem kann ich Waschmaschinen nicht ausstehen, vor allem nicht im Schleudergang (traumatisches Erlebnis mit wild umher schlagender Wäschetrommel etc).

Darum war ich ganz froh, als vor gut einem Jahr meine eigene Waschmaschine den Geist aufgab. Jetzt steht sie in ihrer Ecke im Bad und wenn ich sie ansehe denke ich "Gott sei Dank ist das Höllenbiest tot!". Waschen muss ich natürlich trotzdem, aber wie der Zufall so spielt ist einer der wenigen leipziger Waschsalons nur einen Katzensprung von meiner Wohnung entfernt.

Das Waschen unter fremdem Dach gefällt mir zwar deutlich besser als das Waschen in den eigenen vier Wänden, das bedeutet jedoch nicht, dass ich mich darauf freue. Wie bei so vielen lästigen Lebens-Gegebenheiten, zu denen ich nie meine Zustimmung gegeben habe (die Notwendigkeit zu Putzen, die Notwendigkeit den Hochsommer zu erleben, die Notwendigkeit seine Haare zu reinigen...), lautet auch beim Waschen die Regel: Vermeiden, solange es geht!

So fand ich mich gestern, als ich die Wäsche schon zusammen gesucht und bereit zum Transport in ihrer blauen Ikea-Tasche verstaut hatte, plötzlich vor dem Fenster wieder, wo ich unter allen Umständen genau jetzt und zu keinem anderen Zeitpunkt mein zweites Kameraobjektiv ausprobieren und dringlichst die kauernden Tauben auf dem Gebäude gegenüber dokumentieren musste. Nachdem ich das zu meiner Zufriedenheit erledigt hatte, war es zum Waschen natürlich irgendwie doch schon zu spät und überhaupt, Essen machen und Babylon 5 und so.

Heute habe ich mich dann doch aufgerafft und für ein wenig Motivation gesorgt, indem ich mir die Aufgabe gestellt habe, während der lästigen Wäsche-Wartezeit ein wenig zu Spatzieren und dabei in der Dunkelheit möglichst unverschwommene Bilder zu knipsen.
Zusätzlich stand es mir im Zuge der ganzen, nervigen Operation ja auch offen, den Waschsalon selbst zu fotografieren und das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Kein Ort auf der Welt steht so sehr für städtische Melancholie und Anonymität, wie ein Waschsalon und darum ist jeder Mensch mit Kamera eigentlich dazu verpflichtet, mindestens einmal dort Fotos machen.

Anstatt weiter lange pseudo-intellektuell rumzulabern, könnte man auch einfach sagen: ich war faul und störrisch und habe deshalb Prokrastinationsfotografie betrieben. Hier die Ergebnisse. Erst die Tauben. Dann der Rest.
Und: im Waschsalon war es deutlich wärmer als draußen, darum gab es Nebel auf dem Objektiv und das sieht man ein wenig. Eh.








Samstag, 23. November 2013

Dortmunder Allerlei

Hier ein wenig mehr Kram, der sich während meiner Zeit in Dortmund angesammelt hat. Das große Gebäude mti dem Turm ist übrigens der Saalbau in Dortmund Mengede. Das nur der Vollständigkeit halber.










Dienstag, 12. November 2013

Heimatbesuch: Borghorster Stadt-Sterben

Wohl dem, der Heimat hat - vor allem wenn sie so schön ist, wie Steinfurt-Borghorst. Ich lade herzlich ein zu einem Spaziergang durch eine deutsche Geisterstadt. Sicher, ich habe natülrich nur die leerstehenden Geschäfte fotografiert, allerdings kann man in der Borghorster Innenstadt tatsächlich von einem Leerstand von ca. 60% ausgehen. Gefühlt sind es 90%, vor allem bei Regen und wenn mitten am Tag kein Mensch unterwegs ist.
Inspiriert wurde ich zu dieser Reihe übrigens von Anna Hammer, die das Innenstadt-Sterben in ihrem Heimatort schon vor einiger Zeit sehr eindrucksvoll dokumentiert hat.











Montag, 28. Oktober 2013

Montag, 21. Oktober 2013

Wilson mit Mütze


Was genau die Faszination von Katzen mit Mützen ausmacht, werden wir wohl nie erfahren, dass es diese Faszination zweifelsohne gibt, beweisen jedoch die folgenden Bilder. Wilson mit Mütze. Man beachte den sich wandelnden Gesichtsausdruck.