Sonntag, 31. Januar 2016

Fiktive Vergangenheit: My time as an 80s One-Hit-Wonder


Simone Says Dance it Off

Ach ja - die 80er. Die neon-goldene Zeit, in der man Sonnenbrillen bei Nacht und Schweißbänder bei Tag trug; in der man mit 210 über eine musikalische Autoban rauschte, die geradewegs über eine noch schwach blinkende Disco-Tanzfläche gebaut war; in der man ein Schloss aus Sand gegen ein Eigenheim eintauschte, das sich mit einem seichten Nummer 1 Hit finanzieren ließ. Es war eine wilde Zeit - und ich war wilder.

Unter dem Namen "Simone Says" (heute einfallslos, damals auch, aber gerade darum irgendwie jovel) erklomm ich die hohen Berge der Musikindustrie - und landete nach zwei Wochen in den Top 20 der Hitparade mit einem lauten Bauchklatscher wieder im Meer der Vergessenen. Meine LP "Dance it off" steht heute in jedem Flohmarkt-Karton, verkratzt und verachtet. Dabei waren neben meinem Chart-Hit Neon Night auch viele andere dufte Hits dabei. Sunglasses on a Sunday, Hipt do be Cher, Computer Lab Massacre und mein Favorit What the hell am I wearing? kann ich heute noch genauso gut singen, wie damals.

Vielleicht hätte ich auch lieber auf Deutsch singen sollen. Aber was soll man machen. The past is past und alles, was mir bleibt, sind Erinnerungen an meine fiktive Vergangenheit als 80s One-Hit-Wonder...

Samstag, 30. Januar 2016

Sylvester-Reste 2015/16

Das Jahr ist knapp einen Monat alt und ich ärgere mich immernoch, dass ich an Sylvester meine Kamera nicht dabei hatte. Normalerweise stehe ich gern herum, während andere sich beim Raketenanzünden die Finger verbrennen, und versuche irgendwie ein paar Aufnahmen von Feuerwerk und Feierei zu machen. In diesem Jahr hatten wir es eilig, ich vergaß die Kamera und so bliebt mir nichts anderes übrig, als tatsächlich im Jetzt zu leben und die Geschehnisse in meinem guten alten Gehirn abzuspeichern. (Wie gut das funktioniert, wisst ihr wohl selber.)

Tatsächlich hatte am betreffenden Abend selbst viel zu viel Spaß, um ernsthaft das Knipsen zu vermissen. Als wir aber am nächsten Tag heim kamen und die gepackte Kameratasche mich vorwurfsvoll anschaute, war ich quasi gezwungen, sie mit einem kleinen Spaziergang zu entschädigen. Das Licht war gut, ein dezenter Nebel lag in der Luft und es war kaum jemand unterwegs. Ich streifte lange durch die Nachbarschaft und entdeckte viele spannende Dinge, die sicher in den kommenden Wochen hier auftauchen werden. Was ich aber vor allem fand, waren die Reste eines wilden Abends. Und da ich es versäumt hatte, die Feierlichkeiten selbst festzuhalten, entschied ich mich dazu, wenigstens die Überbleibsel fremder Freude zu dokumentieren.

Lange Rede, sehr kurzer Sinn: Hier sind meine gesammelten Sylvester-Reste 2015/16

Bottle Rockets

Left behind

A Bouquet of Rockets

Lines and circles

Party in the Gutter

Ausgeknallt